Spontan Nägel mit Köpfen gemacht
Ist dass schon wieder so warm, keuchte ich, als ich morgens Aufstand. Es waren bereits um kurz vor sieben, 26° in meiner Dachgeschosswohnung. Seit Tagen, fielen selbst nachts, die Außentemperatur nicht unter die 20° Marke. Ich war verschwitzt von der heißen Nacht und ging duschen. Die eiskalte Dusche, war sehr belebend aber meine rückenlangen,blonde Haare, mussten trocken geföhnt werden. Schlagartig mit einschalten des Föhns, wurde es noch wärmer in dem kleinen Badezimmer. Ich hab entnervt auf, wickelte die Haare zu einem Knoten und band ihn am Oberkopf zusammen. Ich ging in die Küche, mache mir einen Kaffee und hörte nebenbei Radio. Im Radio lief gerade Werbung für einen neuen Barbarshop in unserer Kleinstadt. Ich dachte sehnsüchtig an meinen EX Tobi, der sich immer die Haare kurz scheren ließ mit rasierten Seiten und Hinterkopf, bei dieser Hitze bestimmt eine Erleichterung. Ich setzte mich mit meinem Kaffee, wie Gott mich schuf, auf meinen kleinen Balkon. Selbst so früh am Morgen, brannte die Sonne erbarmungslos vom Himmel, so dass es schon fast unangenehm ist. Bin in kürzester Zeit,war ich wieder schweißgebadet und merkte, wie meine eben gewaschenen Haare, an meinem Kopf kleben. Wieder lief die Werbung für den Barbarshop im Radio, ich trank schnell meinen Kaffee leer, lief wie ferngesteuert ins Schlafzimmer, warf mir ein lockeres Minikleid über, schnappte mir meine Handtasche und verließ meine Wohnung…
Draußen auf der Straße, merke ich erst, dass ich barfuß los bin. Ich lief zielgerichtet die Hauptstraße hinunter Richtung Marktplatz. Ich weiß auch nicht warum ich dorthin gehe, aber ich bewege mich zügig voran. Nach knapp 10 Minuten, kam ich am Marktplatz an und stand genau vor dem neuen Laden. Hier hatte einst Hildegard Weber ihren Salon, den sie bis ins hohe Alter von 75 Jahren führte, dann stand der Salon gut 3 Jahre leer und wurde jetzt scheinbar wiederbelebt. Aufgeregt trat ich ein, es war alles anders als früher, am Eingang Stand ein Wartemarkenspender, man zog sich seine Nummer, setzte sich auf eine Bank und wurde aufgerufen. An der Wand gegenüber der Wartebank, war die Preisliste und verschiedene Frisuren mit Nummer, ähnlich wie beim Lieferservice. Ich zog mir eine Nummer, setzte mich und sah die Preistafel an. Es waren reine Maschienschnitte die da standen sowie Rasuren. Nr 13 Glatze mit Follikelbehandlung hat mich in den Bann gezogen. Mein Herz klopfte stark, als ich dass las und mir bewusst wurde, was dies bedeutet. Plötzlich wurde meine Nummer aufgerufen, ich stand auf und ging zu dem Friseurstuhl, wo der junge Mann, ich schätze ihn etwa auf 35, auf mich wartete. Ich setzte mich in den Stuhl, dann wurde der Stuhl hochgepumpt und mir eine Halskrause sowie Umhang umgelegt und mein Haar geöffnet. ,,Guten Tag, mein Name ist Tom, was kann ich für dich, heute tun?” Frage der Friseur ,,Hey Lea mein Name, ich hätte gerne die Nr13″ antwortete ich mit flauen Gefühl im Magen und pochenden Herzen. ,,Wow, ein so hübsches Mädel und dann die Nr 13, Respekt vor so viel Mut” Ich bedanke mich für das Kompliment und Tom nahm einen großen Haarschneider und schaltete ihn ein. Er hielt mir die Maschine an die Stirn und fragte nochmal, ob ich sicher bin? Ich lächelte und nickte zustimmend. Er schob die Maschine in meinen Haaransatz und führte sie über den Oberkopf zum Hinterkopf. Die Maschine hinterließ eine kahle Schneise in meinem Haar. Bahn um Bahn, legte Tom mein Oberkopf frei, ging anschließend an die rechte Seite und arbeitete sich über den Hinterkopf, nach links vor. Keine 5 Minuten später, hatte ich auf meinem ganzen Kopf, bloß noch kaum sichtbare Stoppeln. Während Tom im Hinterzimmer verschwand, betrachtete ich mich im Spiegel. Meine Augen kamen viel besser zur Geltung, meine Ohren sehen sehr süß aus und im gesamten, wirkt mein Gesicht viel gefälliger ohne die langen Haare. Schon jetzt war ich richtig Happy.
Kurze Zeit später, kam Tom mit einem Tiegel zurück und fragte mich, ob er mein Gesicht auch machen sollte? Ich zuckte mit den Schultern ,,wenn du möchtest, gerne” Er nahm einen großen Pinsel und trug die stark nach Ammoniak und Chlor richende Creme auf mein Kopf und Gesicht auf. Als er die Creme auf meinem Gesicht auftrug, sagte er ich sollte meine Augen schließen und als ich dies tat, spürte ich,wie er auch meine Augenpartie und Augenbrauen dick mit der Creme bedeckte. Während eine Eieruhr tickte, musste ich die Augen geschlossen halten. Die Creme entwickelte eine Wärme und es breitete sich ein Kribbeln auf Kopf aund Gesicht aus, das kurz vorm klingeln der Eieruhr, in ein leichtes brennen überging. Als die Eieruhr klingelte, führte Tom mich zu einem Waschbecken und wusch mir gründlich, Kopf und Gesicht mit einer Seifenlauge. Er trocknete mit einem weichen Handtuch mein Kopf und Gesicht und gab anscheinend eine beruhigende Lotion auf Kopf und Gesicht. Seine Berührungen meiner Kopfhaut, ließen mich innerlich schaudern, so prickelnd fühlt es sich an. Ich wurde wieder zum Stuhl geführt und mir wurde Umhang und Halskrause entfernt. Ich sah mich zum ersten Mal im Spiegel. Boar sieht dass krass aus, meine Kopfhaut ist Zartrosa und man kann nicht die leiseste Spur von Haarwuchs erkennen. Mein Gesicht wirkt ohne die Augenbrauen auch viel femininer, die Krönung ist allerdings, dass selbst meine Wimpern weg waren. Meine Haut glänzte und die Deckenbeleuchtung spiegelt sich in ihr. Ich berührte zum ersten Mal meinen kahlen Kopf und bin zusammen gezuckt von dem schönen Gefühl. Glücklich nahm ich meine Handtasche und ging zum Tresen, um zu bezahlen. Als ich mein Portmonee nahm, winke Tom ab, er stellte mir eine Dose mit der Creme hin ,,nee nee Lea, der Haarschnitt kostet dich nichts, der geht auf mich. Es war mir eine Freude, dich von den Haaren zu befreien und so viel Mut, wie du bewiesen hast, sollte belohnt werden. Hier hab ich dir noch etwas Creme abgefüllt, du hast ja bestimmt stellen, die du auch dauerhaft haarfrei haben möchtest” Ich war geschmeichelt ,,Oh Dankeschön für das Geschenk, aber ich würde auch problemlos meine Behandlung zahlen” Tom lächelte mich an ,,Nee nee alles gut, wenn du dich erkenntlich zeigen möchtest, würde ich dich gerne heute Abend zum Essen ausführen” dabei reichte er mir seine Visitenkarte. Ich nahm die Karte, drehte sie um und hinten Stand ,,19 Uhr Porta Romana” drauf, der teuerste Italiener in unserer Stadt… ,,Ok, dann geh ich jetzt nach Hause, kümmere mich um die anderen Stellen und wir sehen uns heute Abend. Kann ich dir sonst noch einen Gefallen tun?” Tom wurde leicht rot um die Nase ,,ich freue mich auf später und hoffe, dass es kein Zufall war, dass du barfuß bist” Ich lächelte ihn verschmilzt an und verabschiede mich.
Ich lief nach Hause, unterwegs warf ich in jedes Schaufenster einen Blick auf mein Spiegelbild und bin total Happy. Der Wind streichelt zart über meinen Kopf, ich spüre die Wärme der Sonnenstrahlen auf meinem Haupt und meinen nackten Füßen. Ich dachte an Toms Worte, ich weiß auch nicht, warum ich barfuß los bin. Gut ich gehe barfuß zum Briefkasten oder auch mal 3 Häuser weiter zum Bäcker oder auch mal vom Freibad nach Hause, aber normalerweise trage ich zumindest ein paar Vibram Zehenschuhe, allerdings fühlt es sich auch sehr schön an, barfuß durch die Straßen zu schlendern. Zu Hause angekommen, zog ich mein Kleid aus und nahm direkt die Creme zur Hand und rieb meinen ganzen Körper bis zum Hals mit der Creme ein. 20 Minuten später, ging ich duschen und wusch die Creme ab. Das duschwaseer perlte vollständig von meinem Körper ab, ich brauchte kein Handtuch zum abtrocknen, was ich richtig geil finde. Ich ging frisch geduscht in die Küche, nahm eine Flasche Hugo aus dem Kühlschrank und setzte mich auf meinen Balkon in die Sonne. Es fühlte sich himmlisch an, die Sonnenstrahlen von Kopf bis Fuß auf der Haut zu spüren, ein leichter Schweißfilm bildet sich auf meiner Haut, aber mein Kopf bleibt kühl und es kleben keine nassen Haare an mir.
Ich Philosophierte in meinem Liegestuhl vor mich hin, 27 Jahre bin ich alt, hatte nie kürzere Haare als schulterlang und jetzt hab ich kein einziges Haar mehr an meinem Körper und ich bin so glücklich wie nie. Beim Gedanken an mein Date heute Abend, kribbelt alles in mir. Ich bin ein Mädel mit dauerhafter Glatze, was in aller Welt, fasziniert Tom an mir? Dann die Bemerkung zu meinen Füßen, ja sie sehen mit dem dunkelroten Nagellack süß aus, keine Frage aber barfuß in der Stadt, kennt man höchstens von grünen Ökos, die bei uns in der Stadt, handverlesen sind. Egal wie sehr ich mir den Kopf zerbreche, ich werde nicht schlau. Ich genoss den Nachmittag in der Sonne und gegen Abend, machte ich mich zurecht. Ich suchte ein dunkelrotes Cocktailkleid aus Seide aus, das bis Mitte der Oberschenkel ging und sehr figurbetont geschnitten ist. Bei 1,67 bringe ich 65kg auf die Waage, die ansehnlich verteilt sind. Das Kleid hatte ein üppigen Ausschnitt bis hin zum Bauchnabel, wobei es nicht zu aufdringlich wirkt. Ich trug leichtes Makeup auf, zog meine Augenlieder schwarz nach,legte etwas dunkelroten Liedschatten mit Glitzer auf und umrandete mit schwarz, meine Blutroten Lippen. Das Makeup war dezent und doch hatte es einen unglaublichen Effekt. Ich suchte mir eine passende Handtasche und machte mich auf den Weg in die Stadt.
Wie von Tom gewünscht, verließ ich barfuß das Haus, ich trug an jedem Zeigezeh, einen goldenen Zehenring sowie beidseitig ein süßes, goldenes Fußkettchen was den Look abrundet. Ich spürte das Kopfsteinpflaster unter meinen nackten Füßen und fand gefallen an dem Gefühl. Kurz vor 19 Uhr, erreichte ich das Porta Romana. Tom wartete schon auf mich ich blickte mit fettem Grinsen im Gesicht in meine Richtung. Er küsste zur Begrüßung meine Hand ,,fabelhaft siehst du aus” Wir gingen gemeinsam ins Restaurant und der Kellner brachte uns zu einem Tisch in der Ecke. Wir setzten uns und inspizieren die Karte. Tom bestellte eine Karaffe Barolo und ich nahm eine Karaffe Lambrusco. Der Keller brachte schnell den Wein und wir haben die Essensbestellung auf. Tom und ich unterhielten uns locker, fast schon zu vertraut. Die Chemie stimmte zwischen uns und unsere Unterhaltung war sehr schön. ,,sagmal Tom, warum hast du mich zum Essen eingeladen? Was fasziniert dich an mir?” Tom wurde etwas verlegen ,,Weißt du Lea, du kamst mit deinem gelben Sommerkleid in den Laden, kommst auf meinen Stuhl und wählst die krasseste Frisur auf der Karte aus, ganz seelenruhig als sei es eine Pizzabestellung. Du hast so viel coolness, dich muss ich einfach näher kennen lernen” Ich lachte ,,ich kann dir nicht sagen, warum, ich hörte die Werbung im Radio und begab mich irgendwie ferngesteuert zu dir, dies erklärt auch warum ich barfuß war. Ich kann dir nicht sagen, warum ich die Frisur gewählt habe, ich sah sie auf der Karte und plötzlich hast du gerufen” Tom kicherte ,,wenn du sonst nicht barfuß läufst, dann fühle ich mich geehrt^^ Die Frisur, steht dir übrigens ausgezeichnet. Ich finde sie Megasexy” Jetzt würde ich leicht rot ,,eöm ja, eigentlich laufe ich nie barfuß durch die Stadt aber es fühlt sich sehr schön an, genau wie meine Frisur und wenn ich dir damit eine Freude bereiten kann, dann gerne” Als unser Essen kam, stagnierte unser Gespräch aber ich finde ihn bisher sehr nett und zuvorkommend. Nach dem Essen, unterhielten wir uns noch ein wenig und verließen das Restaurant. Hand in Hand, liefen wir durch die Stadt und kamen bei ihm zu Hause an. Wir hatten nicht nur einen schönen Abend, wir hatten die schönste Nacht meines Lebens. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber ich hab schon 6 Wochen keine Schuhe mehr getragen ^^